Tod Kindern erklären

Wie erkläre ich meinen Kindern das Thema Tod?

Das Thema Tod betrifft uns alle und es wird doch so gut wie nie darüber gesprochen. Diesem Thema wird häufig bewusst aus dem Weg gegangen. Doch dem Tod selbst können wir deswegen nicht aus dem Weg gehen. Und genau deshalb ist es wichtig mit unseren Kindern darüber zu sprechen.

Warum ist das Thema Tod ein Tabu-Thema in vielen Familien?

Viele Menschen haben speziell in der westlichen Kultur Angst vor dem Tod. Das hat verschiedene Ursachen:

Zum einen ist die Spiritualität in den letzten Jahrtausenden in der modernen Welt verloren gegangen. Generell liegt der Fokus des Lebens mehr auf materiellen als auf spirituellen Gedanken. Der materielle Gedanke bindet uns sehr an unseren vergänglichen Körper, mit dem wir uns sehr stark identifizieren. Dadurch liegt der Gedanke nah, dass wir unsere gesamte Identität, unser Sein, verlieren, wenn wir unseren Körper verlieren.
Außerdem lernen wir uns durch unseren materiellen Besitz zu identifizieren. Auch hier droht der Identitätsverlust mit dem Verlust des Lebens auf dieser Welt.
Im Allgemeinen hat die Angst vor dem Tod natürlich damit zu tun, womit wir uns identifizieren. In spirituellen Gedanken ist alles was existiert unendliches Bewusstsein. Wir sind alle Energie, die nur für einen kurzen Zeitraum die From des Körpers annehmen.

Diese zwei Annahmen haben einen großen Unterschied. In der einen Annahme sind wir nicht mehr als unser Körper und unser Besitztum. Beides geben wir ab mit dem Tod.
In der anderen Annahme sind wir ein Bewusstsein, eine Seele, ein Teil der Unendlichkeit und somit auch niemals wirklich tot. Wir wissen dann, dass wir nach dem Tod noch weiter leben und niemals alleine sein werden. Dieses Wissen wird auch durch Nahtod-Erfahrungen von Menschen aus der gesamten Welt bestätigt. In diesem Wissen hat man kaum noch Angst vor dem Tod, weil man weiss, dass es weiter geht und alles einem größeren Plan unterliegt.

Ein weiterer Aspekt der uns Angst vor dem Tod macht ist die Tatsache, dass kaum darüber gesprochen wird.

In der westlichen Kultur wird nur sehr selten über den Tod gesprochen, meist nur dann, wenn ein angehöriger verstirbt. Und selbst dann befinden wir uns in einer sehr unangenehmen Situation, weil wir nicht wirklich wissen, wie wir die Hinterbliebenen unterstützen können. Vielen Menschen fällt es sehr schwer über den Tod zu sprechen und so wird häufig überhaupt nicht darüber gesprochen. Doch genau das schürt wiederum die Angst vor dem Tod. Es bleibt das Unbekannte, das Gefürchtete.

Auch in unseren Gedanken wird der Tod gerne verdrängt. Man will „bloß nicht daran denken“. Doch im Grunde genommen ist es nichts anderes, als eine Geburt. Es ist ein Übergang einer Seele von einem Leben ins nächste, von einer Welt in eine andere, von einer Dimension in eine andere, von einer Frequenz in eine andere, von einem Zustand in einen anderen Zustand.
Auch eine Geburt ist mit sehr viel Schmerz und auch einem gewissen Risiko verbunden.

 

Vielen Menschen macht es Angst nicht zu wissen, wann und wie man genau sterben wird.

Doch auch das ist im Grunde ein Teil eines größeren Plans, den wir uns selbst für uns erstellt haben.
Was wenn ich euch sagen kann, dass es eine Methode gibt, heraus zu finden wann und wie genau du sterben wirst? Würdest du es wissen wollen? Höchst wahrscheinlich nicht! Denn wenn es nicht dein „Traumtod“ ist, dann könntest du dein weiteres Leben wahrscheinlich nicht mehr sorgenfrei leben. Wenn wir wüssten, wann und wie wir sterben, würden wir zu viel Zeit mit dem Gedanken daran verbringen und uns vielleicht nur noch damit befassen, diesen Tod zu umgehen.

So würden wir vielleicht unserer eigentliche Mission hier auf der Welt nicht mehr nachkommen.
Und deshalb bleibt uns nur noch das Vertrauen. Das Vertrauen ins Leben, das Vertrauen in einen größeren Plan! Das Vertrauen in unser höheres Selbst und die universelle Liebe, das Vertrauen ins Leben an sich.

In dem wir uns nicht mit dem Thema Tod beschäftigen, holt uns die Angst davor immer ein.

Es ist paradox. Einerseits wollen wir uns keine Gedanken über den Tod machen und lieber das Leben im Hier und Jetzt geniessen. Andererseits holt uns die Angst vor dem Tod (oder tödlichen Krankheiten) immer wieder ein. Die einen mehr, die anderen weniger.
Häufig haben wir speziell als Eltern Angst davor zu sterben und unsere Kinder alleine zurück zu lassen.

Wie können wir die Angst vor dem Tod also loslassen?

Da es nun einmal ein sicherer Teil unseres Lebens ist, sollten wir uns mit dem Tod anfreunden und ihn friedlich akzeptieren. Egal wann er kommt, wir können sowieso nichts dagegen tun. Wenn wir ihn als einen friedlichen Teil unseres Lebens akzeptieren, können wir die Angst davor loslassen.

Sollte die Angst vor dem Tod sehr groß sein, kann es helfen, sich mit dem Tod und was danach kommt intensiver zu beschäftigen. Es gibt sehr viele spirituelle Bücher zu diesem Thema oder auch Erfahrungsberichte von Menschen, die für einige Stunden tot waren. Diese sind übrigens alle sehr ähnlich und wunderschön!

 

Das Thema Tod Kindern erklären

Damit unsere Kinder ohne die Angst vor dem Tod aufwachsen, sollten wir möglichst offen darüber mit ihnen sprechen.
Am besten nicht erst, wenn jemand in der Familie oder im Freundeskreis stirbt. Das ist ein Thema, was ein Kind sehr beschäftigen wird und es ist einfacher, wenn nicht der Tod eines Geliebten und das Thema Tod selbst nicht gleichzeitig verarbeitet werden müssen.

Das Thema Tod wird bei Kindern natürlich sehr viele Fragen aufwerfen: Wo gehen wir dann hin? Warum sterben wir überhaupt? Wo waren wir bevor wir auf diese Welt kamen? Wann werden wir sterben? Wann werde ich sterben? Solche Fragen treten natürlicher Weise bei Kindern meistens um das siebente Lebensjahr von alleine auf. Es ist die Zeit, in denen sich das Kronenchakra bei Kindern beginnt zu öffnen.

Was wir unseren Kindern darauf antworten, liegt natürlich ganz daran, was wir glauben. Wir sollten diesen Fragen aber bewusst nicht aus dem Weg gehen, sondern sie liebevoll beantworten.

Wir können unseren Kindern ruhig erzählen, dass das Leben hier auf Erden für jeden irgendwann vorbei ist, denn das ist nun Mal die Wahrheit. Das ist allerdings nichts Schlimmes, weil es irgendwo auf irgendeine Art und Weise weiter geht. Wir können gerne etwas Magie in dieses Thema rein bringen und unseren Kindern Trost schenken in dem wir ihnen beispielsweise sagen, dass unsere lieben Verstorbenen in unseren Herzen immer bei uns sind und in einer anderen Welt weiterleben. Vielen Menschen hilft es zu wissen, dass Verstorbene uns weiterhin hören und fühlen können. So können auch unsere Kinder in ihren Gedanken weiterhin mit den Verstorbenen in Kontakt treten und ihre Gefühle und Gedanken mit ihnen teilen.

In jedem Fall sollten wir ihnen die Angst vor dem Tod nehmen! Manchmal bekommen Kinder Angst davor uns als Eltern zu verlieren. Wie wir damit umgehen, hängt natürlich sehr stark vom Alter des Kindes ab. Es ist sicher hilfreich dem Kind zu sagen, dass wir so lange bei ihm bleiben werden, wie wir möchten und dass unser Kind niemals alleine irgendwo sein wird.
Hier sollten wir achtsam sein, da wir mit unseren Worten Einfluss auf das Urvertrauen unserer Kinder haben.

Sollte unser Kind dann den Verlust eines geliebten Menschen oder Tieres miterleben, dann sollten wir natürlich für unser Kind da sein.

Wir als Eltern sollten unserem Kind zuhören und auch unsere Gefühle mit ihnen teilen. Es ist absolut wichtig, dass Kinder und auch wir Erwachsene in solchen Momenten traurig sein dürfen und ihre Trauer Raum bekommt. Gefühle sollten niemals unterdrückt werden und eine Trauerphase ist essentiell um den Tod eines Geliebten zu verarbeiten. Gemeinsam weinen und sich an die schönen Zeiten zurück zu erinnern, hilft unseren Kindern sich nicht alleine zu fühlen. Wir können dankbar sein für die gemeinsame Zeit und die Momente, die wir mit den Verstorbenen erleben durften.

In meinem YouTube Video erzähle ich davon, wie ich meiner Tochter all diese Fragen beantwortet habe und wie wir das Thema Tod friedvoll in unser Leben integriert haben.

 

 

Danke, dass du diesen Artikel gelesen hast und Bewusstsein in dein Familienleben bringen möchtest.
Mit viel Liebe geschrieben,
Ksenija.

  


In meinem YouTube Video zu diesem Thema, welches ihr hier findet, gehe ich noch etwas mehr auf das Thema ein.
Wenn du lieber einfach nur zuhörst, hör dir meinen Podcast an.

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1 Comment

  1. Miriam says:

    Wow, das ist wirklich schön, so mit dem Thema Tod umzugehen! Danke für deine Inspiration.
    Du hast echt immer so tolle Denkweisen. Ich hole mir viele Ideen in deinem Blog und auf deinem Podcast.

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