spirituelle Erziehung Mutter Kinder meditieren

8 Grundgedanken für spirituelle Erziehung

Was bedeutet spirituelle Erziehung überhaupt?

Ich sehe die spirituelle Erziehung als eine gewisse Grundeinstellung, eine Perspektive, aus der wir als Eltern heraus handeln. Diese Einstellung stellt sich aus verschiedenen Grundgedanken zusammen, welche den Umgang mit unseren Kindern sehr beeinflussen. Wenn wir es schaffen diese Grundgedanken so in uns zu verankern, dass wir sie leben, dann werden wir mehr Liebe und Gelassenheit in unser Leben als Familie erfahren.

Die 8 folgenden Grundgedanken zeichnen eine spirituelle Erziehung aus:

 

1. Unsere Kinder gehören uns nicht.

Der erste und wohl grundlegendste Gedanke für spirituelle Erziehung ist der, dass unsere Kinder nicht unser Eigentum sind. Sie sind weder ein Gegenstand, noch eine Art Haustier oder irgendein anderes Eigentum, welches wir erworben haben. Das bedeutet auch, dass unser Kind ein völlig unabhängiger Mensch ist, mit eigenen Rechten, Gedanken, Wünschen und eben seinem eigenen Charakter. Wir müssen ihre Wünsche und ihre Grenzen genauso respektieren, wie sie unsere. Wir dürfen unseren Kindern auf Augenhöhe begegnen, auch und vor allem weil sie uns körperlich und auch kognitiv noch unterlegen sind.

 

2. Kinder sind extrem feinfühlig für Energien

Wir befinden uns alle im ständigen Austausch von Energien, bewusst und unbewusst. Dieser Austausch ist mit unseren eigenen Kindern noch viel intensiver als mit Erwachsenen.
Aus psychologischer Sicht sind Kinder darauf programmiert alles aus ihrer Umgebung ohne jeglichen Filter aufzusaugen, um schnellstmöglich alles zu lernen, was wir Erwachsenen tun. So werden sie irgendwann unabhängig von uns und sind alleine überlebensfähig.

Aus spiritueller Sicht läuft das in Bezug auf Energien sehr ähnlich ab. Sie schauen sich unsere Energiemuster ab und übernehmen diese. Das beginnt bereits in der Schwangerschaft. Dabei spüren sie auch unsere Gefühle, unabhängig davon, ob wir diese preisgeben oder nicht. Sind wir nervös, sind es unsere Kinder auch. Sind wir entspannt, sind es unsere Kinder auch. Kriselt es zwischen den Eltern, müssen sie die Streitereien gar nicht mitbekommen, um zu wissen, dass da was nicht stimmt. Mögen wir eine andere Person nicht, können wir das vor unseren Kindern nicht verbergen.

Da Kinder unsere Energien so feinfühlig wahrnehmen und sie übernehmen, können wir fast immer davon ausgehen, dass ihr Verhalten einen Teil von uns selbst widerspiegelt. Dies ist eine sehr bereichernde Erkenntnis, da wir speziell bei Kleinkindern viele Probleme in unserem Alltag lösen können, indem wir lernen uns selbst besser zu verstehen. Finden wir Wege uns selbst mehr zu entspannen und uns auf dieser Welt sicher und geborgen zu fühlen, so übernehmen unsere Kinder diese Entspannung und Sicherheit automatisch auch.
(Wenn du mehr über den Austausch der Energien zwischen Eltern und Kindern wissen möchtest, wird dich dieser online Kurs sicher auch interessieren.)

 

3. Wir sehen die individuelle Seele unserer Kinder

Wer mehrere Kinder hat, weiß wie unterschiedlich sie trotz ähnlicher Erziehung und Lebensumstände doch sein können. Jeder Mensch kommt mit seinem ganz bestimmten Lebensplan auf diese Welt und bringt dabei den ganz individuellen Charakter seiner eigenen Seele mit. Dieser Charakter kann sich manchmal sehr von unserem eigenen unterscheiden. Wir können als Mutter oder Vater beispielsweise sehr extrovertiert sein und unser Kind ist ein eher ängstliches und introvertiertes Kind. Manchmal kann es uns enttäuschen, dass unser Kind keine niedliche Kopie von uns selbst ist. In der spirituellen Erziehung erkennen wir alle Eigenschaften der Kinder an und versuchen auch nicht, diese mit Nachdruck zu ändern. Wir versuchen unsere Kinder nicht in Situationen zu bringen, in denen sie sich nicht wohlfühlen, um sie zu ändern. Wir lieben sie genau so, wie sie nun mal sind und lernen durch ihre Augen die Welt zu sehen.

 

4. Kinder sind unsere spirituellen Lehrer

Das Leben ist für uns da, auch die schweren Zeiten des Lebens. Speziell in den schweren Zeiten des Lebens sollten wir achtsam sein und sehen, was wir aus diesen Situationen lernen können. Herausforderungen sind dafür da, um an ihnen zu wachsen.
So ist es auch mit den Herausforderungen mit unseren Kindern. Sie bringen uns körperlich und besonders emotional, häufig an unsere Grenzen. Wenn wir es schaffen in diesen schwierigen Momenten des Familienalltags achtsam zu sein, dann können wir unglaublich viel über uns selbst lernen. Mit jeder gemeisterten Situation sind wir weißer und stärker. Und im besten Fall haben wir mit jeder gemeisterten Situation die Bindung zu unserem Kind verstärkt.

Es macht uns das Leben leichter, wenn wir unsere Kinder als unsere Guru’s sehen, die unseren spirituellen Wachstum fördern. Manche Menschen laufen über Scherben und glühende Kohle um stärker zu werden, andere Menschen bekommen Kinder.

 

5. Es gibt keine „negativen“ Gefühle

In der spirituellen Erziehung werden alle Emotionen wertgeschätzt, auch solche, die von uns als negativ gewertet werden. Wir empfinden Gefühle wie Angst, Trauer, Frust, Enttäuschung als unangenehm und versuchen sie meist zu unterdrücken. Dabei gehören sie genauso zu unserem Leben, wie die Gefühle, die wir als angenehm empfinden. Jeder Mensch auf dieser Welt empfindet irgendwann im Leben die gesamte Bandbreite der Emotionen und wenn wir sie unterdrücken, heißt es nicht, dass sie nicht da sind. Wir lassen sie nur nicht aus unserem Körper raus. Sie stauen sich in unserem Körper an und führen irgendwann zu psychischen oder physischen Problemen. Emotionen sind die Sprache der Seele. Negative Gefühle zeigen uns, dass wir etwas in unserem Leben ändern dürfen.

Unsere Kinder sollten wir deshalb darin unterstützen, alle Emotionen zu fühlen und sie dabei ernst nehmen. Auch wenn der Auslöser für ihre Gefühle für uns nichtig erscheint. Anstatt Kindern zu sagen, sie sollen aufhören zu weinen, können wir liebevoll für sie da sein und ihnen Mut machen, dass es immer einen Ausweg für ihre Situation gibt. Das bestärkt sie darin, sich auf Lösungen, anstatt auf die Probleme im Leben zu fokussieren und vor allem, auf ihr Gefühl zu hören.

 

6. Kein Kind kommt böse auf diese Welt

Liebe ist die stärkste Kraft im Universum und unsere Kinder sind voll davon! Nichts was sie tun, tun sie, weil sie einfach böse sind. Wenn Kinder etwas tun, was in unsere Augen böse scheint, dann hat dies immer Gründe. Diese können Überlebensinstinkte sein beim Nicht-teilen-wollen in bestimmten Altersgruppen, Angst vor Reaktionen des Erwachsenen, Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, Eifersucht bei Geschwistern als Überlebensinstinkt und viele mehr. Bei ungewünschtem Verhalten sollten wir also versuchen nicht schlecht über unser Kind zu denken (was es auf subtiler Ebene immer spürt), sondern versuchen es zu verstehen. Das ist natürlich nicht immer einfach. Es fällt uns aber einfacher, wenn wir uns erinnern, dass unser Kind nicht böse, sondern voller Liebe ist.

 

7. Wir können das Schicksal unserer Kinder nicht beeinflussen

Dies ist auch ein sehr wichtiger Grundgedanke für spirituelle Erziehung und sicher auch einer, der nicht leicht zu akzeptieren ist. Wir möchten immer, dass unsere Kinder glücklich sind und keinen Schmerz erfahren. Jedoch hat jedes Kind seinen Lebensweg mit seinem eigenen Schicksal. Mit jeder Schwierigkeit im Leben lernt unser Kind etwas, was es als Seele vor seiner Geburt in diesem Leben unbedingt lernen wollte. Wir können unsere Kinder immer ermutigen an das Gute im Leben zu glauben und niemals aufzugeben. Allerdings können wir sie nicht vor allem bewahren. Wir müssen ihnen Raum geben eigene Erfahrungen zu sammeln, auch wenn uns diese als schmerzvoll erscheinen.

 

8. Wir integrieren Achtsamkeit in unseren Alltag

Achtsamkeit geht mit spiritueller Erziehung Hand in Hand. Dabei dürfen wir Eltern nicht nur Achtsamkeit in unser eigenes Leben integrieren, sondern auch in das unserer Kinder. Das tun wir natürlich schon passiv, weil unsere Kinder uns immer kopieren. Sie kopieren unsere Lebensgewohnheiten, unsere Rituale und sehen, wie bewusst oder unbewusst wir leben.
Wir können aber auch aktiv mit verschiedenen Achtsamkeitsübungen das Bewusstsein in das Leben unserer Kinder integrieren.

Im besten Fall, zeigen wir unseren Kindern von Anfang an, wie man achtsam lebt. Wir zeigen ihnen, wie sie achtsam mit unserem Planeten und ihren Mitmenschen umgehen, wie sie gesund leben können, wie stark unsere Selbstheilungskräfte sind. Wenn wir ihnen von Anfang an die Macht der Gedanken und Gefühle zeigen, können unsere Kinder Achtsamkeit in ihr Leben fest verankern und sich selbst ein Leben voller Liebe und Fülle aufbauen. Wir haben die Macht durch eine spirituelle Erziehung die Welt zu verändern. Wir Eltern haben die Aufgabe die Welt in Zukunft zu einem noch schönerem Ort zu machen.

Danke, dass du diesen Artikel gelesen hast und Bewusstsein in dein Familienleben bringen möchtest.
Mit viel Liebe geschrieben,
Ksenija.


Auf meinem Podcast „Kundalini Eltern“ habe ich eine Folge erstellt, in dem ich detaillierter auf diese 8 Grundgedanken eingehe und erzähle, wie wir diese in unseren Elternalltag integrieren können. Lade ihn dir hier gleich runter und verpasse keine Folge mehr.

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