Entspannte Mutter

5 Schritte, die dich zu einer entspannten Mutter / Vater machen

Um die Beziehung zu unseren Kindern zu stärken, müssen wir es schaffen, in hitzigen Situationen gelassen zu bleiben. Unsere innere Ruhe überträgt sich außerdem auf unsere Kinder, was gleich einen doppelten Effekt hat.  Generell bringen wir mehr Gesundheit und mehr Freude in unser Leben, wenn wir entspannt sind. Doch wie können wir als Eltern stets entspannt sein, ohne von früh bis abends Marihuana zu konsumieren? 😉

Hier sind 5 Schritte, wie du absolut effektiv mehr Entspannung in deinen Elternalltag rein bringst. Ich empfehle dir von tiefstem Herzen, diese in deinen Alltag zu integrieren und sie zu einem festen Bestandteil deines Lebens zu machen. Bei mir haben diese Tools unglaublich viel verändert und wenn du dran bleibst, dann garantiere ich dir, dass du von den selben Effekten profitieren wirst.

1. Morgenroutine – Zeit für dich

Eine Morgenroutine mag anfangs abschreckend wirken. Noch früher aufstehen? Wo ich doch eh schon so wenig Schlaf bekomme? Das waren auch meine Gedanken, bevor ich tatsächlich begann jeden Morgen um 06:00 Uhr aufzustehen, um noch Zeit für mich alleine zu haben. Ich kenne einige Mamas, die stehen bereits um 05:00 Uhr morgens auf. Je nachdem, wann der Rest der Familie eben wach wird. Mittlerweile sind diese zwei bis drei Stunden am Morgen für mich Gold wert und nur unter äußert seltenen Umständen fallen diese mal weg.
Doch was ist so besonders an einer Morgenroutine und warum nehmen so viele Eltern weltweit dafür weniger Schlaf in Kauf?

Der erste und sicher größte Vorteil ist schlicht der, dass du mehr „me-time“ hast, wenn du vor dem Rest der Familie aufstehst. In dieser Zeit kannst du im Grunde genommen alles tun, worauf du Lust hast: Lesen, Sport treiben, einen Weiterbildungskurs machen, dich mit deinen Freunden unterhalten, dir die Nägel lackieren oder was dir eben Freude bereitet. Als Eltern nehmen wir uns meistens viel zu wenig Zeit für uns selbst und das wirkt sich negativ auf deinen Gemütszustand aus. Nehmen wir uns Zeit für uns selbst noch bevor der Tag beginnt, dann ist dir deine Me-Time sicher. Du hast deine keine Ausrede mehr, nicht genug Zeit für dich selbst zu haben.

Am meisten holst du aus deiner Morgenroutine heraus, wenn du dich mit Dingen beschäftigst, die deine Achtsamkeit trainieren und deine Persönlichkeit stärken. Das sind Dinge wie Sport, Meditation, Yoga, Journaling, Energiearbeit, Dankbarkeitsübungen, Selbstliebe-Übungen und Mantras. So startest du mental, energetisch und körperlich gestärkt in den Tag. Abends sind wir für solche Dinge meistens schon zu müde und zu faul.

2. Atemübungen

Unser Leben lang atmen wir ununterbrochen und das meistens völlig unbewusst. Wir nehmen unseren Atem als selbstverständlich hin und wissen meistens gar nicht, wie unglaublich viel wir in uns durch bewusste Atemtechnik verändern können. Bewusste Atemübungen sind so mächtig wie kaum ein anderes Tool!

Langsames Atmen signalisiert unserem Körper, dass wir in Sicherheit sind. Dadurch sendet das Gehirn Botenstoffe aus, die unseren Körper entspannen lassen und uns glücklicher fühlen lassen. Außerdem gelangt so mehr Sauerstoff in unseren Körper, was unsere Gesundheit zusätzlich unterstützt. Langsames und bewusstes Atmen spielt eine sehr große Rolle in unserem Selbstheilungsprozess. Einen guten Artikel dazu findest du hier.

Durch unsere stressigen Lebensweisen, atmen wir meist nur noch flach und schnell. Doch je häufiger wir das bewusste Atmen trainieren, umso langsamer wird unsere Atmung auch im Alltag auf unbewusster Ebene.

Das Pranayama ist eine Yoga Technik, die sich mit der bewussten Atmung beschäftigt. Es gibt da viele verschiedene Techniken, die verschiedene Wirkungen haben. Diese Wirkungen sind deutlich messbar und spürbar!
Zum Entspannen eignet sich Wechselatmung, die ich allen Eltern immer empfehle. Ein Video dazu findest du hier. Das Gute an der Wechselatmung ist, dass sie uns nicht nur bewusst und langsamer atmen lässt, sondern auch unsere weibliche und männliche Energie (Yin und Yang) in Ausgleich bringt. Dadurch sind wir allgemein ausgeglichener.

Atmen in Stresssituationen mit unseren Kindern

Wenn wir uns mit unseren Kindern in einer Situation wieder finden, in der die Energie und unser Stresslevel hoch geht und wir kurz davor sind wütend zu werden, können wir kurz anhalten und bewusst langsam atmen. Dabei können wir je nachdem wieviel Zeit wir haben entweder die Wechselatmung anwenden, oder aber einfach die Augen schließen und etwa fünf bis zehn Mal unseren Atemrhytmus zählen. So holen wir den Fokus zurück in unseren Körper und lassen von allen Gedanken einen Moment lang los. Wir können dabei bewusst darauf achten immer langsamer zu atmen. Statt Stresshormonen produziert unser Gehirn dann automatisch beruhigende Hormone und wir entspannen uns sehr schnell. So können wir klare Gedanken fassen und die Kontrolle über unsere Emotionen zurück gewinnen. Wir können so viel bewusster entscheiden, wie wir auf unser Kind eingehen möchten um unsere Beziehung in diesem Moment zu stärken.

3. Meditationen

Es ist mittlerweile weit verbreitet, dass Meditation unheimlich viele Vorteile für unsere mentale und körperliche Gesundheit hat. Es macht uns stark, bewusst, ruhig und entspannt. Wenn wir regelmäßig meditieren, verändern wir unser Leben nachhaltig in eine positive Richtung.
Meditation ist die wohl bekannteste und neben den Atemübungen wohl die effektivste Methode langfristig mehr Entspannung in dein Leben und das deiner Kinder zu bringen.

Wenn wir es schaffen,  jeden Morgen kurz zu meditieren, dabei einfach zur Ruhe zu finden und unsere Atmung zu zählen, werden wir von Mal zu Mal mehr Entspannung in unseren Tag mitzunehmen. Diese morgendliche Meditation kann nur wenige Minuten dauern und wir können sie wie Zähneputzen zu einer Gewohnheit machen.

Eltern empfehle ich gerne auch sogenannte „Überleitende Meditation“.

Wenn du also von einer Aufgabe des Tages in eine andere übergehst, nimm dir kurz ein paar wenige Minuten Zeit, schließe deine Augen, komme zur Ruhe und achte bewusst auf deine Atmung. Lass dabei alle Energie, die vielleicht schwer ist oder die du aus der letzten Situation in dein Energiefeld aufgenommen hast sacken und finde dich zurück ins Hier und Jetzt. Das ist besonders hilfreich, wenn wir zum Beispiel nach der Arbeit auf unsere Kinder treffen. Häufig befinden sich noch Stress, Sorgen oder Druck in unserem Energiefeld, welches wir dann unbewusst auf unsere Kinder übertragen. Haben wir uns vorher kurz gesammelt, beruhigt und unseren Körper bewusst in einen entspannten Zustand gebracht, sind wir danach bewusster bei unserem Kind, entspannt und stressresistenter.

4. Den Moment pausieren

Findest du dich in einer Situation mit deinem Kind wieder, in der du dich gestresst fühlst, halte an. Das ist ein unglaublich wichtiges Tool, wenn du deinen Elternalltag verändern möchtest. Halte an, bevor die Situation eskaliert. Nimm dir eine kurze Pause vom Leben, auch und besonders dann, wenn du es eilig hast. 5 Minuten zu spät kommen ist nie eine Tragödie. Sich von seinen Emotionen und seinem Stressgeladenen Körper leiten zu lassen, kann aber schnell in einer Eltern-Kind Tragödie enden.

Wenn du also merkst, dass die Aufregung in deinem Körper steigt, halte an und sei kurz achtsam. Schließe deine Augen, atme bewusst langsam ein und aus. Wenn du sehr aufgebracht bis, zähle bis 10 und wenn nötig, nochmal von 10 bis 0 Rückwerts runter. Atme dabei tief ein und aus.
Erinnere dich daran, dass du dein Kind abgöttisch liebst und eine bewusste, achtsame und liebevolle Mutter / Vater bist. Rufe dir ins Bewusstsein zurück, dass du die Kontrolle über deine Gefühle, deine Gedanken hast und dein Handeln hast. Erinnere dich, dass du stark und gelassen bist.

Öffne dann wieder deine Augen und schaue dir dein Kind und dein Umfeld an. Analysiere kurz die Situation: Was ist hier los? Was triggert mich hier gerade und was braucht mein Kind gerade? Wie kann ich einen Kompromiss finden? Wie kann ich meinem Kind liebevoll begegnen?
Ein guter Tip: Egal was gerade los ist, öffne deine Arme, lächle dein Kind an, sag ihm dass du es liebst. Eine Umarmung in einer hitzigen Situation entschleunigt enorm und bietet eine gute Grundlage für Kompromissbereitschaft.

5. Sich bewusst werden, dass alles nicht so dramatisch ist

Frag dich, ob deine Aufregung wirklich notwendig ist. Ist das was dein Kind „angestellt“ hat wirklich soooo schlimm? Wird die Welt sich weiter drehen können? Hängt ein Leben jetzt von der Situation ab? Kinder stellen nun mal Dinge an. Sie hauen und schubsen auch mal. Sie haben ihren eigenen Kopf und tanzen nicht immer nach unseren Wünschen. So sind sie eben.

Meistens sind wir in unserem Leben so in Eile und unser alltägliches Stresslevel in unserem Körper ist so hoch, dass wir dazu neigen, aus Kleinigkeiten Elefanten zu machen. Außerdem leben wir generell in Angst, gefüttert von den Medien, Gruselgeschichten und Erfahrungen aus unserer eigenen frühkindlichen Erziehung. Dadurch haben wir Angst vor einer schrecklichen Zukunft und Angst davor, die Kontrolle zu verlieren. Meistens malen wir uns Horrorszenarien aus, was passiert, wenn wir in einer Situation nicht die Kontrolle über unser Kind haben.

Doch das Leben geht weiter. Jeden Tag. Und meistens lohnt sich die Aufregung nicht. Wir schwächen durch die Aufregung die Beziehung zu unserem Kind mehr, als dass wir sie stärken.
Manchmal lohnt es sich, eine „Scheiss-Egal“ Haltung einzunehmen. 🙂

 

Danke, dass du diesen Artikel gelesen hast und Bewusstsein in dein Familienleben bringen möchtest.
Mit viel Liebe geschrieben,
Ksenija.

 


In meinem Podcast  gehe ich noch weiter auf dieses Thema ein.
Die passende Podcast Folge zu diesem Thema findest du hier.

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